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Wir im Land Rheinland-Pfalz/Saar

Die größte Jugendbewegung der Welt ...

Die Pfadfinderbewegung ist die größte Jugendbewegung der Welt. Wir, der Verband Christlicher Pfadfinderinnen und Pfadfinder Rheinland-Pfalz/Saar (VCP-RPS) sind ein Teil davon. Etwa 5000 Mitglieder an Mädchen und Jungen in vielen verschiedenen Gruppen am Ort erfahren bei uns jeden Tag Gemeinschaft, Demokratie, Natur und Christentum.

Mit unserer Pfadfinderarbeit wollen wir dazu beitragen, dass junge Menschen zu selbständigen, eigenverantwortlich handelnden, konstruktiv kritischen Bürger unseres demokratischen Staates heranwachsen. Wir sind parteipolitisch neutral.

Als Teil der internationalen Pfadfinderbewegung verwenden wir die international festgelegten Symbole: Fahrtenhemd, Halstuch und Abzeichen und die international gebräuchlichen Methoden. Neben "Gesetz und Versprechen" ist das Prinzip "Learning by doing" eins der Pfadfinderischen Grundelemente, die heute noch wie zu den Anfängen große Bedeutung haben.
Das Prinzip der kleinen Gruppe und altersgerechte, aufeinander aufbauende Arbeitsformen sind wesentliche Bestandteile unserer Pfadfinderarbeit.
Unser Pfadfindermotto "Allzeit Bereit" und Losung "Jeden Tag eine Gute Tat" bedeuten, dass eine Pfadfinderin und ein Pfadfinder jederzeit in der Lage sein möchte, seinen Mitmenschen zu helfen.

Orientierung am Evangelium ...

Christliche Pfadfinderschaft bedeutet für uns eine immer neue Anforderung zur Orientierung am Evangelium. Die Auseinandersetzung mit christlichen Themen und die aktive Mitarbeit in unseren Kirchengemeinden sind Versuche einer an Jesus Christus ausgerichteten Lebensführung

Leben in und mit der Natur ...

Pfadfinderinnen und Pfadfinder leben in und mit der Natur. Aktionen im Freien, Fahrten und Lager als selbstverständliche und regelmäßige Bestandteile unser Kinder- und Jugendarbeit ermöglichen ein intensives Verhältnis zu unserer Umwelt und somit einen überzeugten Umweltschutz.

Eine lange Tradition ...

Das Pfadfindertum in Deutschland hat von seiner Entstehung und Struktur eine Sonderrolle. Da pro Land immer nur ein Pfadfinderbund in den Weltverbänden WOSM (männlich) und WAGGGS (weiblich) Mitglied sein darf und es in Deutschland konfessionsungebundene (BdP), katholische (PSG, DPSG) und evangelische (VCP) Verbände gibt, wurde ein (BdP), katholische (PSG, DPSG) und evangelische (VCP) Verbände gibt, wurde ein weiblicher und ein männlicher Ringverband (RdP, RDP) gegründet.
Der VCP hat eine lange Tradition und lässt sich auf zwei wesentliche Wurzeln zurückführen. Einmal die Pfadfinderbewegung von Baden Powell und zweitens den Wandervogel (bündische Jugend) als deutsche Besonderheit.

Baden Powell:

Die Pfadfinderbewegung wurde 1907 von dem englischen General Robert Baden Powell gegründet. Bei den Pfadfindern wird Baden-Powell kurz B.P. (sprich: BiPi) genannt.

Vom Jungen zum General:    Baden Powell wurde am 22.2.1857 in London geboren. Er war Englischer Offizier und erwarb durch Einsätze in Indien und Afrika große Verdienste. Berühmt wurde er durch die Verteidigung der Stadt Maifking im Burenkrieg/Südafrika. Als Held von Mafeking kehrte er 1901 nach England zurück. Mit erstaunen bemerkte er, daß sein Buch "Aids to Scouting" (Hilfen fürs Kundschafter), welches er 1897 in Indien schrieb, bei den Jugendlichen ein Bestseller war, obwohl er es eigentlich für das Militär schrieb.

Vom General zum Friedenspfadfinder:   Hier beginnt die zweite Phase im Leben des Baden Powell. Er überlegte, ob es nicht möglich wäre, die gesammelten Erfahrungen dafür zu nutzen, um Kinder friedlich, naturverbunden und über alle gesellschaftlichen Schichten hinweg, für das Gute zu erziehen. Im Sommer 1907 startete er ein Versuchslager auf der südenglischen Insel Brownsea Island. 26 Jungen aus allen Gesellschaftsschichten teilte B.P. in kleine Gruppen und führte mit ihnen ein Pfadfinderprogramm durch. 1908 schrieb er sein Jugendprogramm im Buch "Scouting for Boys" nieder. Nun entstanden überall Gruppen der Boy Scouts. Bei einem großen Pfadfindertreffen 1909 in London erschienen Mädchen in Pfadfinderkleidung. Sie baten B.P. auch eine Mädchenbewegung zu gründen. So entstanden die Mädchenpfadfinder (engl. Girl Guides) unter der Leitung der Schwester Baden-Powells.
1912 heiratete B.P. Olave St. Clair. Sie übernimmt die Leitung der Girl Guides. Aus dieser Ehe ging ein Sohn und zwei Töchter hervor.
1926 wurde Baden Powell von seinen Pfadfindern zum "Chief Scout of the world" betitelt. Eine schottische Adelsfamilie schenkte den Pfadfindern ein Gelände im Norden Londons. Daraus entstand das erste Pfadfinderzentrum "Gilwell Park". 1929 wurde B.P. zu Lord of Gilwell geadelt.
Er starb am 8.1. 1941 in der Nähe von Nairoby in Afrika.

Deutsche Jugendbewegung / Bündische Jugend / Wandervogel

Der Begriff "bündische Jugend" tauchte um 1925 auf und verbreitete sich im ganzen Volk. Nahezu die gesamte deutsche Jugendbewegung gehörte dazu, bekannte Gruppen waren Nerother Wandervogel, Bund der Wandervögel und die Pfadfinder.
Die Wandervogelbewegung verstand sich als Freundeskreis, unabhängig von Staat, Parteien und Kirche. Sie entwickelten eine musische Kultur mit alten Volks- und Wanderliedern.
Auf Fahrten genossen sie die Natur und fühlten sich frei vom gesellschaftlichen Druck.

Heute ist unsere Arbeit immer noch durch viele Traditionen der Wandervögel geprägt. So führen wir immer noch nach dem Prinzip "Jugend führt Jugend", nutzen Traditionen wie Fahrten/Wanderungen, die Freude zu Singen, die Kothe/Jurte unsere Pfadfinderzelte und die Jungenschaftsjacke (Juja/Juscha) eine praktische, einfache Jacke aus Wollstoff oder Kohtenstoff.

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